Aktuelle Entwicklung

Seit vielen Jahren beweist die Outdoor-Branche durchgehend ihr aktives Engagement bei der Entwicklung nachhaltigerer Geschäftspraktiken – sowohl in Worten als auch in Taten. Die European Outdoor Group (EOG) steht dabei an vorderster Front, und der Aspekt der Nachhaltigkeit bildet den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten.

Unsere Branche bestärkt ihre Konsumenten zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, deren langfristiger Erhalt für uns von großer Bedeutung ist. Mit Nachdruck sucht die Branche nach Mitteln und Wegen, ihre Auswirkung auf die Umwelt soweit wie möglich und ohne Leistungsabstriche zu verringern. Als Erste nahm sich die EOG zusammen mit einigen Outdoor-Markenherstellern dieser Themen an. Gemeinsam haben sie eine „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit“ (Sustainability Working Group) gegründet, die eine der treibenden Kräfte bei der Untersuchung und Erstellung des sogenannten „Eco Index“ darstellt, welcher die Grundlage für den Higg-Index der Sustainable Apparel Coalition (http://www.apparelcoalition.org/higgindex/) bildet.

Wir beziehen eindeutig Stellung gegen ein „Greenwashing“. Unsere Branche arbeitet aktiv an der Entwicklung nachhaltiger Produkte, unterstützt Umweltschutzprojekte und stellt dauerhafte und zweckmäßige Produkte her. Großteils haben die von unserer Branche entwickelten Produkte jedoch einen technischen Charakter und benötigen daher zur Fertigung teilweise erhebliche Menge an Wasser, Energie und Rohstoffen. Zudem verwendet die Branche auch Chemikalien, um die Produktleistung zu erhöhen. Als Industrie sind wir daher stets um Ausgewogenheit bemüht, indem wir die Umwelt so wenig wie möglich belasten und gleichzeitig die für die Sicherheit in der Outdoor-Umgebung notwendige technische Leistung nicht beeinträchtigen.

Laut eines kürzlich von Greenpeace veröffentlichten Berichts wurden in Jacken führender Outdoor-Markenhersteller perfluorierte und polyfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) nachgewiesen. Dies überrascht nicht – die meisten Markenhersteller haben bestätigt, dass sie diese Substanzen in ihrer Fertigung einsetzen. Bei der Herstellung atmungsaktiver, wasserdichter Bekleidung stellt die dauerhaft wasserabweisende Behandlung (Durable Water Repellency, DWR) eine wichtige technische Komponente dar. Sie sorgt dafür, dass Flüssigkeiten von der Kleidungsoberfläche abperlen, und hierfür werden PFCs verwendet.

Lange bevor das Thema PFC in den Medien an Bedeutung gewann, begannen viele Markenhersteller nach Alternativen zu PFC zu suchen. Einige dieser Unternehmen bieten bereits Produkte an, bei denen diese Alternativen zum Einsatz kommen. Dennoch werden gegenwärtig bei den effektivsten DWR-Behandlungen einige PFCs verwendet – und Alternativlösungen bieten den Konsumenten, für deren Aktivitäten diese hochleistungsfähigen Outdoor-Produkte entwickelt werden, nicht denselben Grad an nachhaltiger, dauerhafter Leistung.

In Übereinstimmung mit unserer eigenen Recherche und Forschung heißt es in dem von Greenpeace veröffentlichten Bericht, dass für den Träger dieser Produkte keine Gefahr bestehe. Der Studie zufolge handelt es sich um winzige Mengen PFC, und diese liegen selbstverständlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Ferner ist festzuhalten, dass die Outdoor-Branche global gesehen eine sehr kleine Benutzergruppe dieser Stoffe darstellt.

Die EOG und ihre Mitgliedsunternehmen nehmen dieses Thema dennoch ernst. Gemeinsam sind wir bestrebt, die dem Anschein nach gravierenderen Formen dieser Stoffe aus den Herstellungsverfahren herauszunehmen. Wichtig ist es, praktikable Alternativen hinsichtlich Leistung und höherer Lebensdauer zu finden. In einer Branche, in der eine effektive Produkt-Performance unerlässlich ist, hat jedes Outdoor-Unternehmen seine eigenen Geschäftsanforderungen. Zusammen mit den Outdoor-Unternehmen in Europa arbeitet die EOG aktiv an diesem Thema. Sowohl in unser eigenen Clean Solutions Task Group (CSTG) als auch mit der Zero Discharge of Hazardous Chemicals (ZDHC) Group und der OIA Chemical Working Group in den USA arbeiten wir eng mit unseren Mitgliedern und dem weiteren Branchenumfeld zusammen.

„Outdoor“ in jeglicher Form (Landschaften, Aktive, Konsumenten, die Branche sowie die Umgebung, in der die Produkte unserer Branche zum Einsatz kommen) ist uns wichtig und liegt uns am Herzen. Und das bleibt selbstverständlich auch so, was die Aktivitäten der EOG deutlich unterstreichen. Seit dem ersten Treffen auf der ISPO 2012 hat sich die Zusammenarbeit einiger Marken zu Fragen der Rückverfolgbarkeit als ein äußerst wertvoller Teil der Sustainability Working Group erwiesen. Ermöglicht sie doch vor allem auch kleinen und mittelständischen Unternehmen, den gegenwärtigen Herausforderungen der globalen Lieferkette zu begegnen.

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 SWG – Materials Traceability Group Update

Die Gruppe beschäftigt sich mit Systemen der Rückverfolgung sowie Standards in der Zulieferkette einschließlich Daunen. Nachhaltigkeitsthemen bilden die Kernaufgabe vieler unserer Marken und wir werden Sie daher stets über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden halten. Eine Gruppe der bedeutendsten europäischen Brands, die mit Daunen gefüllte Produkte herstellen, trafen sich kürzlich in München und unternahmen erste Anstrengungen für eine klare Grundsatzerklärung zur Beschaffung von Daunen. Informationen hierzu finden Sie unter folgendem Link:Daune im Outdoor-Sektor Spät im Jahre 2011 wurde eine neue Struktur für die SWG eingeführt, um weiteres Wachstum und die Anpassung an die Bedürfnisse der Branche zu ermöglichen.      .

Neue Struktur

  Gerne können Sie auch Vanessa Knowles kontaktieren, die diese Gruppen managen und koordinieren wird (vanessa.knowles@europeanoutdoorgroup.com)